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Wichtige Änderungen im Überblick


Das Jahr 2005 bringt uns die nachgelagerte Besteuerung der Alterseinkünfte, das Arbeitslosengeld II, die Rürup-Rente, niedrigere Einkommens- und höhere Kfz-Steuer.

Das Alterseinkünftegesetz, das am 1. Januar 2005 in Kraft trat, definiert die Altersvorsorge grundsätzlich neu. Nachfolgend ein Überblick über diese und weitere Änderungen im neuen Jahr.

Neue Kapitallebensversicherungs-Policen werden besteuert

Kapitallebensversicherungen in jeder Form werden zur Geldanlage. Die Erträge daraus müssen versteuert werden.

Für Altverträge bleibt alles beim Alten

Bestehende Verträge, die noch vor Jahresschluss 2004 unter Dach und Fach waren, werden wie bisher gefördert. Der Gesetzgeber hat sogar einen kleinen zeitlichen Puffer bis zum 31. März 2005 vorgesehen. Die Beiträge können steuerlich jedoch nur abgesetzt werden, wenn der erste Beitrag noch 2004 gezahlt worden ist

Auch Dynamik nicht betroffen

Sofern die Police vor 2005 ausgestellt worden ist, sind auch die bei Vertragsabschluss vereinbarten, regelmäßigen Erhöhungen einer Kapitallebensversicherung von den steuerlichen Neuregelungen nicht betroffen. Allerdings dürfen die dynamischen Aufstockungen einem Rundschreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 25.11.2004 zufolge nicht „rechtsmissbräuchlich” sein.

Beengtes häusliches Arbeitszimmer

Wer seinen Arbeitsplatz zuhause hat und diesen mit anderen Personen teilt, muss steuerlich ab Jahresbeginn Abstriche machen. Die Werbungskosten von höchstens 1.250 Euro im Jahr für das häusliche Arbeitszimmer müssen sich seit dem 1. Januar alle Personen teilen, die das Arbeitszimmer nutzen. Nur wenn das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit darstellt, ist weiterhin ein unbeschränkter Abzug der Aufwendungen möglich.

Geringere Milde für Steuersünder

Reuige Steuersünder erhalten eine weitere Chance zur Rückkehr in ein steuerehrliches Dasein. Noch bis zum 31. März des Jahres wird ihre strafbefreiende Nacherklärung vom Fiskus akzeptiert. Doch während sich der Fiskus bis zum 31. Dezember 2004 mit einer nachträglichen Pauschalsteuer von 25 Prozent begnügte, kostet seine Milde jetzt schon 35 Prozent der Summe der erklärten Einnahmen.

Direktversicherung nur noch als Rente

Die Direktversicherung fördert der Staat ab 2005 nur noch wenn die Versicherungsleistung in Form einer Rente gezahlt wird. Selbst das Geld aus einer solchen Police, die per Entgeltumwandlung finanziert wird, steht bei Tod des Versicherten den gesetzlichen Erben ausschließlich als Rente zur Verfügung. Dafür wird eine solche Direktversicherung nun nach Paragraf 3, Nr. 63 Einkommensteuergesetz (EStG) großzügiger gefördert als bisher.

Nicht hartzgefährdet

Die betriebliche Altersvorsorge unterliegt grundsätzlich nicht der Bedürftigkeitsprüfung, wenn das neue Arbeitslosengeld II im Rahmen des IV. Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, besser bekannt als Hartz IV-Gesetz, beantragt wird.

Rürup-Rente wird großzügig gefördert

Für die so genannte Rürup-Rente, die eigentlich offiziell Basis-Rente heißt, können Vorsorge-Aufwendungen von bis zu 20.000 Euro pro Kopf und Jahr steuerlich geltend gemacht werden. Im ersten Jahr der Förderung werden zwar erst 60 Prozent davon anerkannt, doch steigt dieser Prozentsatz Jahr für Jahr um zwei Prozentpunkte, bis 2025 einhundert Prozent erreicht sind. Dieser Vorsorgerahmen steht allerdings nur für Lebensversicherungs-Renten zur Verfügung, die weder vererbt, übertragen, beliehen noch veräußert oder kapitalisiert werden können, also ausschließlich der Altersversorgung des Versicherten dienen.

Dauerzulagenantrag für Riester

Ab 2005 muss nicht mehr alljährlich ein neuer Zulagenantrag gestellt werden. Riester-Sparer können ihre Versicherer, Investmentgesellschaften, Banken oder Sparkassen bevollmächtigen, für sie einen Dauerzulagenantrag auf elektronischem Weg zu stellen. Lediglich zulagenrelevante Veränderungen z. B. bei er Kinderzahl, müssen dann künftig mitgeteilt werden.

Weniger Einkommensteuer

Zum 1. Januar 2005 ist die dritte und letzte Steuerentlastungsstufe der Steuerreform 2000 in Kraft getreten. Dadurch sinkt der Eingangsteuersatz von 16 auf 15 Prozent. Der Spitzensteuersatz verringert sich von bisher 45 auf nunmehr 42 Prozent. Der steuerliche Grundfreibetrag bleibt unverändert. Er beträgt im neuen wie im vergangenen Jahr 7.664 Euro für jeden Steuerpflichtigen.

Altwagenbesitzer zahlen mehr

Die letzte Steuersatzerhöhung des Kraftfahrzeugsteueränderungsgesetzes vom 18. April 1997 wurde ebenfalls zum Jahresbeginn wirksam. Davon sind nach Schätzungen des Bundesfinanzministeriums rund zwölf Millionen wenig schadstoffreduzierte Kraftfahrzeuge betroffen. Auch die Steuerbefreiungen für besonders emissionsreduzierte Personenkraftwagen enden spätestens zum 31. Dezember 2005. Bei erstmaliger Zulassung im Jahr 2005 ist die Steuerbefreiung nur noch für so genannte Drei-Liter-Autos zu haben, deren CO2 Ausstoß besonders gering ist.

Ertragsanteil der privaten Rente sinkt

Die klassische Rente der Lebensversicherer mit Kapitalwahlrecht profitiert vom Alterseinkünftegesetz. Die Ertragsanteilbesteuerung sinkt um rund ein Drittel. Diese Besserstellung gilt auch für laufende Renten. Die Beiträge hierfür dürfen dann jedoch nicht als Vorsorgeaufendungen abgesetzt werden.

Gesetzliche Bescheidenheit

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt stabil. Wie 2004 beträgt er weiterhin 19,5 Prozent. Auch die verschiedenen Beitragsbemessungs-Grenzen wurden nur sehr verhalten angepasst.

Nachhaltigkeitsfaktor und Rentenbesteuerung

Ab 2005 greift erstmals der Nachhaltigkeitsfaktor dämpfend in die Renten-Entwicklung ein. Außerdem unterliegen die gesetzlichen, die Rürup- und Riester-Renten bei Bezug grundsätzlich der Einkommensteuer. Auch bereits laufende Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind zur Hälfte einkommensteuerpflichtig. Die volle Besteuerung der Neurenten wird erst ab 2040 erreicht.

Studienzeiten vor dem Ende

Allgemeine Schul- und Studienzeiten zählen ab Januar 2005 nur noch zu 75 Prozent als Rentenjahre. Diese Bewertung nimmt monatlich ab. Ab 2009 sind dann Schul- und Studienzeiten endgültig keine Versicherungszeiten mehr.

Zuschlag zur Pflegeversicherung

Zum 1. Januar 2005 wird der Beitragssatz in der Pflegeversicherung für kinderlose Mitglieder um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Insgesamt beträgt der Beitragssatz dann 1,95 Prozent. Der Bundestag hat am 1. Oktober 2004 das Kinderberücksichtigungsgesetz beschlossen. Damit kommt er der Forderung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 2001 nach, Eltern beim Pflegeversicherungsbeitrag besser zu stellen als Kinderlose. Der Beitrag zur Pflegeversicherung wird für Kinderlose ab dem 1. Januar 2005 von bisher 1,7 Prozent auf 1,95 Prozent angehoben. Dieser Zuschlag ist dabei ausschließlich von den betroffenen Mitgliedern zu zahlen. Das bedeutet: Bei den betroffenen Mitgliedern hat der Arbeitgeber Beiträge von 1,1 Prozentpunkten (1,7 : 2 = 0,85 + 0,25) vom Entgelt abzuziehen und neben seinem unveränderten Anteil der Pflegekasse zu überweisen. Ausgenommen von dieser Beitragserhöhung sind alle selbst versicherten, kinderlosen Personen, welche das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben sowie Kinderlose, die vor dem 1. Januar 1940 geboren sind. Außerdem müssen auch Personen, die Wehr- oder Zivildienst leisten oder Arbeitslosengeld II beziehen, den Beitragszuschlag nicht zahlen.

Zahnersatz kostet ab Juli mehr

Beim Zahnersatz sind die Arbeitgeber nicht mehr voll dabei, zumindest was die Beiträge betrifft. Ab dem 1. Juli 2005 tragen die Versicherten die 0,4 Prozentpunkte Aufschlag für ihren Zahnersatz allein. Zum Aufschlag kommt ein nicht zweckgebundener Zuschlag von 0,5 Prozentpunkten, insgesamt als 0,9 Prozentpunkte. Gleichzeitig wird der gesetzliche Schutz normiert; denn es gibt nur noch einheitlich befundsbezogene Festzuschüsse.

Privatpatient als Mitglied der GKV

Sie haben nun auch als pflichtversichertes Mitglied der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) die Möglichkeit, für die Behandlung beim Arzt und Zahnarzt mit Ihrer Krankenkasse das Kostenerstattungsprinzip zu vereinbaren. Damit heben Sie sich auf den Privatpatientenstatus beim Arzt Ihres Vertrauens. Eine private Zusatzversicherung bietet Ihnen Versicherungsschutz für den größten Teil der Kosten, die dann von der GKV nicht übernommen werden.

Alle Beiträgewurden sorgfältig recherchiert, für die Richtigkeit keine Gewähr.

Willi Müller, Assekuranzmakler



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Humor & Stilblüten
Ich fuhr mit meinem Wagen gegen die Leitschiene, überschlug mich und prallte gegen einen Baum. Dann verlor ich die Herrschaft über mein Auto.

In der Anlage übersende ich Ihnen eine Duplikatrechnung, die keine Duplikatrechnung mehr ist, weil ich das Wort "Duplikat" gestrichen habe.

Wer mir die Geldbörse gestohlen hat, kann ich nicht sagen, weil aus meiner Verwandtschaft niemand in der Nähe war.
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